Donnerstag, 31 Juli 2014 00:00

Wheelchair Skaten, jawohl!

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Wheelchair Skaten, jawohl! Bilder von DRS/ Malte Wittmershaus

Es ist eine aufstrebende Action-Sportart, die auch in Deutschland immer populärer wird. Zuerst wollen Wir euch erzählen, wie diese Geschichte ihren Anfang nahm … 

Begonnen hat alles in den USA mit Aaron 'Wheelz' Fotheringham der eines Tages, inspiriert durch seinen Bruder, damit begonnen hat selbst im Skate-Park zu trainieren.  Als er es dann schaffte den weltweit ersten Rollstuhl-Backflip zu landen ging das Video um die Welt. Das war der Beginn einer ganz neuen Sportart die Aaron „Hardcore Sitting“ taufte. Was diese Geschichte so unglaublich inspirierend macht, ist sich Bewusst zu werden, dass eben doch viel mehr möglich ist, als man denkt und die Grenze des Möglichen oftmals im eigenen Verstand zementiert ist …

 

 Der Pionier des Chairskating (WCMX) Sports in Deutschland heißt David Lebuser, er ist nicht nur ein aufstrebender professioneller Chair-Skater, sondern auch Wegbereiter für diesen noch recht jungen Sport in Deutschland.

Er ist ein echter Profi seines Sports, gibt sich aber selbst eher bescheiden. Man kann aber getrost behaupten er ist Skater mit viel Leidenschaft. „Der Glücksausstoß nach einem gelungenen Trick ist überragend“, erzählt er.“ Dieses Glück will er an andere Rollstuhlfahrer weitergeben. Um das zu erreichen, hat er die Actionsport-Abteilung beim Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) gegründet und im Jahr 2013  damit begonnen Chairskating Workshops an verschiedenen Orten in Deutschland zu halten.

 

Wie schafft man nun den einstieg in diesen Sport? Wie fängt man an…

 Das Gute an diesem Sport ist, das er sehr individuell ist. Es geht um die ganz persönlichen Grenzen des Einzelnen und darum diese Grenzen Stück für Stück zu erweitern. Ob man also mit den ganz alltäglichen Herausforderungen wie einem Absatz oder Rampen beginnt und zunächst lernt diese zu meistern oder seine ersten Versuche direkt im Skatepark macht, liegt am persönlichen Stand und der Beherrschung des Sportgerätes Rollstuhl. Für den Anfang genügt ein normaler Aktivrollstuhl im Idealfall ein Starrahmen. Wer mag kann sich mithilfe von Gurten stabilisieren, da heißt es einfach ausprobieren. Ein Muss dagegen sind Knie und Ellbogenschützer sowie natürlich ein Helm.

Angst oder besser gesagt Respekt, denen man beim Austesten von Grenzen natürlicherweise begegnet, sind dabei eher Freund als Feind denn sie bewahren uns davor etwas Dummes zu tun. Hat man es dann schließlich nach vielen Versuchen geschafft, etwas Neues zu meistern, wird man tausendfach entschädigt.

Ein guter Anfang für jeden, den es jetzt in den Fingern juckt in diesen Sport einzusteigen, bieten sicherlich die Workshops. 

 Bisher stehen folgende Termine: 24.08.2014 in Potsdam und am 07.09.2014 in Kassel. Hier ein Link zu WCMX Facebook  und zum DRS wo Ihr euch über weitere Veranstaltungen informieren könnt.

 

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